Ich kann jetzt Präsentationen auf Deutsch vor Leuten halten!

Ich heiße Jorge, komme aus Spanien und bin seit Jänner 2025 in Wien. Ich halte mich für eine neugierige Person, sowohl aufmerksam als auch schusselig (es ist vom Kontext abhängig) und sozial. Also, ich rede gern mit Menschen und mag es, neue Kulturen, Leute und Dinge zu entdecken.

Ich habe in Spanien als Sozialpädagoge gearbeitet und als ich nach Wien gezogen bin, kannte ich schon ein paar coole, aber nicht sehr nützliche Wörter: „Scheiße“, „schmusen“ und „Sonne tanken“. Es war auf keinen Fall genug, um im sozialen Bereich zu arbeiten. Deshalb habe ich Kurse von A1.2 bis B2.2 gemacht. Zusätzlich habe ich ein paar Konversationstrainings besucht.

Willst du auch eine neue Sprache lernen? Finde hier heraus, wie Jorge vom Deutschkurs-Angebot in unserer Sprachschule profitiert hat. Los geht’s!!

Kund:innenbetreuung & Atmosphäre bei DIALOG

DIALOG: Wie hat dir die persönliche Betreuung bei DIALOG – DER SPRACHCAMPUS geholfen und welchen Einfluss hatte sie auf deinen Deutschlernerfolg?

JORGE: Ehrlich gesagt, es gab so viele verschiedene Arten, mich zu unterstützen und zu helfen. Mir ist besonders aufgefallen, wie ihr Verhalten war: geduldig, aufmerksam und verständnisvoll gegenüber meinen Fehlern oder zahlreichen Fragen. Dank ihrer Tipps kann ich mich besser konzentrieren oder einfach so sprechen, ohne ständig an TEKAMOLO z.B. zu denken.

DIALOG: Wie hast du die Atmosphäre empfunden? Hat sie dir geholfen, dich wohl und motiviert beim Deutschlernen zu fühlen?

JORGE: Die Atmosphäre war am Anfang meines Deutschlernprozesses extrem offen. Dadurch bin ich sehr gut bei DIALOG angekommen. Die kleinen Gruppen sorgen dafür, dass man miteinander ins Sprechen kommt, und das macht total Sinn, weil Deutsch ja eine Sprache ist – und um Deutsch zu sprechen, muss man eindeutig Deutsch üben.

Kursgruppen & -angebot

DIALOG: Wie haben dich die Trainer:innen beim Deutschlernen unterstützt? Welche spezifischen Aspekte der Kurse haben dir besonders gut gefallen?

JORGE: Die Trainer:innen – und besonders Elisabeth – haben mir zu zahlreichen Fortschritten verholfen. Einer davon, und wirklich wichtig für mich, war meine Aussprache. Ich habe nämlich noch immer Probleme mit „sch“ und „ß“, und sie konnte mir dabei helfen. Dazu gehören auch die verschiedenen Erfahrungen, die die Trainer:innen mit anderen Sprachen haben.

DIALOG: Welche Unterrichtsmethoden und Technologien haben dir geholfen, deine Deutschkenntnisse zu verbessern? 

JORGE: Die verschiedenen Methoden, Inhalte oder sogar Persönlichkeiten bereichern den Unterricht. Man bemerkt das, wenn man Fortschritte macht. Ein cooler Aspekt war, wie sie Inhalte durch Spiele eingebracht haben. Manche Spiele haben alles von Vokabeln bis zur Aussprache geübt. Besonders wichtig war auch, wie der Unterricht nach Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben organisiert wurde. Und ich will nicht vergessen, welche Rolle dabei Musik spielt: Ich kann mich noch immer an „Juli“ von den Wise Guys erinnern und das Lied mit dem Konjunktiv verbinden.

DIALOG: Haben dir die Deutschkurse und das Zusatzprogramm (wie Workshops oder „Feierabendbier“) geholfen, dich in der neuen Stadt wohler zu fühlen und deine Sprachkenntnisse in realen Situationen anzuwenden?

JORGE: Ich habe bei DIALOG über einen Monat lang zwei Tage pro Woche einen Konversationskurs gemacht, und es ist Wahnsinn, wie ein sicherer Raum beim Lernen helfen kann. Dort können wir uns verbessern oder uns auf das Leben „draußen“ vorbereiten – nicht nur, um es zu überstehen, sondern auch zu bewältigen und sogar Spaß im Alltag zu haben. Ich kann jetzt Präsentationen auf Deutsch vor Leuten halten. Obwohl mein Deutsch nicht perfekt ist, kenne ich mich besser aus, und es macht mir Spaß.

DIALOG: Hast du von der Flexibilität bei den Unterrichtszeiten profitiert? War es möglich, deine Deutschkurse mit anderen Verpflichtungen zu vereinbaren?

JORGE: Ja, extrem. Ich musste im Laufe meiner Deutschkurse dort mehr als nur ein paar Mal E-Mails schicken, in denen ich um Änderungen gebeten habe. Am Anfang habe ich an Dialog geschrieben und mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ angefangen. Jetzt fange ich mit „Liebes Team, noch eine Bitte“ an. Das zeigt das Vertrauen. Sie haben mir wirklich sehr geholfen, und dank ihrer Unterstützung konnte ich meine aktuelle Wunschstelle bekommen.

Hilfsmittel & Selbststudium

DIALOG: Welche technischen Hilfsmittel (Webseiten, Apps etc.) haben dich dabei unterstützt, deine Deutschkenntnisse zu verbessern?

JORGE: Ich habe – und werde wahrscheinlich noch immer – ein Problem mit Vokabeln haben. Für mich ist es wichtig, sie regelmäßig zu üben. Ich hatte Anki, Memrise, Busuu usw., aber jetzt verwende ich eher Notion, wo ich nicht nur eine Spaced-Repetition-Methode habe, sondern auch schreibe. Ich empfehle, nicht Millionen Apps zu haben, sondern ein paar – und diese wirklich zu benutzen. Coole Webseiten, die ich schon seit Monaten verwende, sind DW Deutsch Lernen, YouTube (Easy German, Grammatik-Erklärungen usw.) und Lingolia.

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Mehr Informationen

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DIALOG: Was hat dir beim Lernen geholfen? Wie hast du dein Deutsch außerhalb der Kurse verbessert?

JORGE: Ich halte es für nötig, nicht nur auf das Ziel, sondern auf die Struktur zu achten. Meine Tagesstruktur beinhaltet etwas Aktives und etwas Passives. Ich versuche jeden Tag, etwas Kurzes zu schreiben oder zu lesen. Auch nützlich ist für mich noch immer, Inhalte auf Deutsch zu konsumieren: Musik, Nachrichten, Podcasts – irgendwas, sogar Rezepte lese ich auf Deutsch.

Für mich war es auch wichtig, nicht in meine Erstsprache oder ins Englische zu wechseln, wenn ich ein Wort vergesse. Ich nehme mir Zeit, um eine gute Antwort zu geben. Je mehr man übt, desto weniger Zeit braucht man. Es lohnt sich. Wir lernen Deutsch zum Glück in Wien – das heißt, wir haben genug Möglichkeiten. Sei nicht schüchtern und sprich Deutsch, Oida!

Deutschlernen in Wien

DIALOG: Was sind deine Lieblingswörter oder -sätze im (österreichischen) Deutsch? Und welche findest du eher lustig?

JORGE: Wie die Leute immer “a” durch „o“ ersetzen, in fast jedem Wort, finde ich zwar witzig, aber auch schwierig zu verstehen. Oder wie sie Verben verändern, wie sie wollen. “Jo, sicher, mochma”.

DIALOG: Ist Wien eine gute Stadt zum Deutschlernen?

JORGE: Ja, auf jeden Fall. Durch Sprachimmersion kann man sein Deutsch enorm verbessern. Außerdem gibt es genug Möglichkeiten – Veranstaltungen, Vereine, Sprachcafés oder gemeinsame Aktivitäten, – bei denen man Deutsch lernen kann.

DIALOG: Welche Sätze sollten Neuankömmlinge in Wien lernen? Hast du weitere Tipps für die Eingewöhnung?

JORGE: „Kannst du das bitte noch einmal sagen?“ Such dir jemanden, der dir helfen kann. Wir sind nicht allein. Es gibt viele Gruppen von Ausländer:innen, die bei der Eingewöhnung helfen.

DIALOG: Was macht man in Wien am besten, wenn man eine Pause vom Deutschlernen braucht?

JORGE: Im Sommer, zweifellos, zur Donau fahren. Im Winter kann man drinnen etwas machen oder an Vereinsaktivitäten teilnehmen, in Ruhe einen Kaffee trinken oder ein Bier. Oder man wechselt die Ordnung: im Winter zur Donau fahren und im Sommer Kaffee trinken. Das ist doch auch erlaubt.

Lernerfolg & Fazit

DIALOG: Hast du das Gefühl, dass der Kurs dir die notwendigen Werkzeuge gegeben hat, um erfolgreich in einer deutschsprachigen Umgebung zu kommunizieren?

JORGE: DIALOG ist einfach ein guter, kompetenter Ort, um Deutsch zu lernen. Ich glaube, man muss zusätzlich seine eigenen Anstrengungen in den Prozess einbringen. DIALOG macht das Beste – und wir sollten das auch tun. Ich habe dort viele Kenntnisse erworben und sie haben mir einen sicheren Raum gegeben, in dem ich nicht nur üben, sondern auch meine eigenen Grenzen überwinden konnte.

DIALOG hat mir einen sicheren Raum gegeben, in dem ich meine eigenen Grenzen überwinden konnte!

DIALOG: Was ist für dich im Alltag noch schwierig, obwohl du schon gut auf Deutsch kommunizieren kannst?

JORGE: Ein großer Wortschatz ist noch immer ein Ziel und eine Schwierigkeit. Ab und zu verstehe ich Leute nicht gut, weil ich manche Wörter nicht kenne. Zum Glück gibt es den Kontext – und mit ihm, meinem besten Freund, kann ich oft die Bedeutung eines Satzes erschließen.

DIALOG: Wie hat DIALOG – DER SPRACHCAMPUS deine Erwartungen an einen Deutschkurs erfüllt und würdest du die Schule anderen empfehlen?

JORGE: Um eine Sprache zu lernen, reicht es nicht, nur Duolingo auf der Toilette zu benutzen.

DIALOG hat mir bei meiner Arbeit geholfen, wenn ich hundertmal gefragt habe, was Modalpartikeln sind, warum sie existieren, wenn ich „für mir“ gesagt habe, oder wenn ich wegen der Arbeit den Kurs verschieben musste. Sie sind sowohl eine Sprachschule als auch nette Menschen. Ihr könnt entscheiden: Wollt ihr eine Sprache – und all die Mühe dazu – allein lernen oder in einer überfüllten Schule? Oder wollt ihr euch gut betreut fühlen und mit einem Lächeln die mühsame Deklination lernen?

Hier bekommst du einen Einblick in unser Zusatzmaterial: Lernmaterial für C1

März 2026